Jahreshauptversammlung des Zuchtbezirkes NBL 2011

March 21, 2011

Bezirksversammlung Neue Bundesländer am 19. März 2011

Zuchtbezirksvorsitzender Friedhelm Mencke konnte ca. 80 Züchter und Gäste anläßlich unserer Zuchtbezirksversammlung am 19. März 2011 in Borgheide begrüßen. Zuchtleiter Lars Gehrmann und Alexa Benfeldt waren aus S.-H. angereist, als Vertreter Brandenburgs ehrten Herr Kirsch vom Haupt- u. Landgestüt Neustadt/ Dosse, als Vertreter der Mecklenburger Dieter Quaas und Dr.Giese vom Landesamt für Landwirtschaft aus Rostock durch ihr Erscheinen den Anlass.

Herr K.-E. Jung vom Landesamt für Landwirtschaft in Stendal vertrat Sachsen-Anhalt. Der neue Versammlungsort in der Gaststätte mit ansprechendem Ambiente „Fliegerhorst“, verkehrstechnisch sehr gut zu erreichen an der BAB-Abfahrt Beelitz, schien auf allgemeinen Beifall zu stoßen. Nachdem die Tagesordnung bestätigt war, übernahm Herr Elste , wie gewohnt , die Leitung durch die einzelnen Themen. Er stellte fest, daß die Mehrheit der Züchter seit Gründung des Zuchtbezirkes vor 20 Jahren mit etwas „melierterem“ Haar , gleichwohl aber weiterhin mit Passion und Herz dabei wären.

In seinem Jahresbericht führte Herr Mencke aus, die Zahlen in der Bundeszucht seien leicht rückläufig. Die gleiche Tendenz, aber schwächer ausgeprägt ließen sich in den Bestandszahlen unseres Zuchtbezirkes lesen . Im vergangenen Jahr wurden 70 Stuten neu eingetragen, davon nur 25 dezentral. Dies sind insgesamt 8 Stuten weniger als in 2009. Im Bereich Nord stellte Wilhelm Böse mit Effi Briest zum 3. Mal die Siegerstute. Herr Ebel paarte seine Mutterstute 6 Mal mit Tuareg an. Daraus konnte er die 3. Prämienstute, Astis Amsterdam, vorstellen. Im Bereich Süd fielen bei der Eintragung in Moritzburg von 25 Stuten nur 4 Prämienstuten an, dafür gab es dort gute Bilder im Freispringen.

Die Beurteilung und Kommentierung der Fohlen bleibt bei uns erwünscht. Nicht bewertet wurden von 224 nur 34 Fohlen, aber alle erhielten noch einmal den Brand! Bemerkenswert: in unserem ZBZ liegt der Edelblut-Anteil bei den Fohlen erneut bei 11.6%!

Die Qualität des Fohlenjahrganges war sehr gut. Diese wurde durch das VII. Championat in Graditz bestätigt . 19 Stut- und 22 Hengstfohlen hatten sich zur Bewertung vorgestellt. Ausdrücklich wurde das Fohlen-Championat im Hauptgestüt Graditz als wesentliche Veranstaltung unseres Zuchtbezirkes gewürdigt. Ein großer Applaus drückte an das Ehepaar Bothendorf noch einmal Dank für die Ausrichtung dieser Veranstaltung aus.

Theresa Fischer berichtete souverän in Vertretung ihres Vaters über unseren schmalen Finanzhaushalt, der in dessen Hand solide verwaltet liegt.

Kerstin Kempf oblag die Auswertung der sportlichen Erfolge der Trakehner aus unserem Zuchtbezirk. Die sehr interessanten Tabellen über Väter und Mütter des Erfolges lassen sich auf unserer Homepage nachlesen ebenso wie Einzelheiten zu den erfolgreichsten Züchtern, die sich über die LGS der Pferde ermitteln lassen. Hier seien nur die top ten genannt: Dr. Mechthild Bause, Peter Kunath , Dr. Klötzer, Dr. Mittermeyer, Gestüt Ganschow, VEG Stockhausen, M. Beindorf, Dr. Schmidtlein, Trakehner Gestüt Grigoleit, S. Petzold. In diesem sportlichen züchterischen Vergleich schneidet der Zuchtbezirk NBL hervorragend ab.

Ebenso charmant und kompetent wie ihre Schwester Theresa stellte Nadja Fischer die Erfolge der Jungzüchter auf Landes, Bundes-, und sogar auf Europa-Ebene in Irland ( Kenneth und Veronika) vor. Die Mannschaft der NBL errang auf Bundesebene den Sieg im Mannschaftswettbewerb.

Zuchtbezirksleiter Friedhelm Mencke vollzog mit Verve und Tempo die Ehrungen: Herr Cillwyk , auf dessen Anlage in Valluhn die Nurmi-Prüfung schon zum 10. Mal ausgetragen wird, und Antje Schöniger, sowie Christoph und Mareike Daut als sächsische sehr erfolgreiche VS- Reiter, wurden ausgezeichnet. Erhardt Schildt wurde mit seinem Trakehner Gespann als Vize-Meister der 2-Spänner Fahrer in Meckl-Vorpommern geehrt, Birgit Dammer, Delegierte in Thüringen, für ihre Erfolge in Springprüfungen.
Kenneth Domday erhielt für seine Erfolge als Jungzüchter sowie für seine hervorragende Prüfung in Zucht und Haltung , für die er mit der Lehndorff-Plakette in Bronze ausgezeichnet worden war, einen Erinnerungsteller. Dr. Klötzer bekam als Züchter von Lichtblick, Philipp Schober als außerordentlich erfolgreicher Reiter „mit Händchen“ eine Laudatio. Letzterer hatte ebenfalls zwei Tage zuvor eine herausragende Prüfung im „klassischen Reiten“ abgelegt!

Zu einem bewegenden Moment geriet die offizielle Gratulation unseres Zuchtbezirkes anläßlich ihres im Februar vollendeten 75. Lebensjahres: spontan erhoben sich alle Gäste herzlich applaudierend für Anne-Rosa Gusovius.

Auch Peter Glodek, der am 7. März sein Jubiläum feierte, wurde in Abwesenheit zu seinem 75.Geburtstag gratuliert: Der Zuchtbezirk wünscht ihm alles Gute, beste Gesundheit und viel Freude mit seinen Trakehnern!

Nach der Mittagspause zog RA Dr. Brückner aus Lübeck mit einem lebendigen Vortrag über Haftungsfragen von Pferdehaltern die Zuhörer in seinen Bann. Als Konsequenz wird wohl manch einer seine Versicherungspolicen überprüfen!

Alexa Benfeldt hielt als nachfolgende Referentin einen aufrüttelnden Bericht über die Vermarktungslage, und die diesbezüglichen Interaktionen zwischen Verband, den Zuchtbezirken sowie den Züchtern. Insbesondere die Eigeninitiative der Züchter hinsichtlich der Förderung und des Herausbringens ihrer Zuchtprodukte, sowie der realistischen Einschätzung derselben muß weiterentwickelt und intensiviert werden! Nur dann können zufriedenstellende Vermarktungsmöglichkeiten ausgeschöpft werden!
Zuchtleiter Lars Gehrmann informierte über den Stand der Verhandlungen bezüglich der Beibehaltung unseres Brandes, die inzwischen auf bundespolitischer Ebene in den entsprechenden Gremien der Parteien und des Landwirschafts-Ministeriums gelangt sind.
Entsprechende Einlassungen der Vertreter des brandenburgischen und mecklenburgischen Warmbluts, sowie lang anhaltender Applaus unserer Züchterschaft bekräftigte den Wunsch nach der Beibehaltung des Heißbrandes als sicherste Kennzeichnung unserer Pferde!
Ebenso stimmte auf die diebezügliche Frage des Zuchtleiters eine Mehrheit der Züchter für das Beibehalten des freiwilligen Freispringens bei der Stuteneintragung. Eine Mehrheit votierte auch für das Zuschicken der Chips an die Züchter, damit diese selbst entscheiden können, ob ein Beauftragter des Verbandes oder ein Tierarzt diese setzen solle.

Alle Veranstaltungen und Termine, auf die verwiesen wurde, können auf der Internetseite unseres Zuchtbezirkes eingesehen werden.

Die Teilnehmer dieser inhaltsreichen Veranstaltung konnten viel Gesprächsstoff für die daheim gebliebenen Züchter mitnehmen. Das Motto lieferte Gerd Elste in seiner Kommentierung: „fangt nicht an aufzuhören und hört nie auf anzufangen!“

A.W. Rabe, 21.III. 2011

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