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Aktivitäten 2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pegah, Stute, geb. 2011, v. Dramatiker a.d. St.Pr.u.Pr.St. Paola-Go v. Hamlet Go - 2015 mit einer Gesamtnote von 8,7 Prüfungssiegerin der Leistungsprrüfung in Valluhn.

(Foto copyright Karl Lohrmann)

 

 

 

 

IG-Stammtisch am 26.03.2017

Die Interessengemeinschaft Vielseitigkeit des Zuchtbezirkes neue Bundesländer traf sich auf dem Trakehnerhof in Heidekrug zu einem Stammtisch. In einer gemütlichen Runde wurden interessante Themen besprochen. Zunächst berichtete Dirk Kiewald über die IG. Sie ist eine IG von Trakehnerfreunden, die bestrebt sind Pferde für den Vielseitigkeitssport zu züchten. Dabei wird angestrebt entsprechend des Reinzuchtprinzipes blutgeprägte Pferde dem Vielseitigkeitssport zur Verfügung zu stellen. Ein Ziel ist es den Züchtern, Reitern, Ausbildern und Käufern eine Plattform zu bieten. An dieser Stelle sei erwähnt, dass die IG kein Verein ist und demzufolge keine Mitgliedsbeiträge erhebt. Sie trägt sich finanziell durch Spenden und Aktivitäten. Jeder Interessent kann durch Abgabe seiner Postanschrift oder E-Mail in die Tätigkeit der IG einbezogen werden und wird dann Einladungen und Informationen erhalten.

Ein breiter Diskussionspunkt war die Auswertung der Pferdeleistungsprüfung für Pferde Zuchtrichtung Vielseitigkeit 2016. Herr Dr. Giese berichtete ausführlich über die erzielten Ergebnisse. Er stellte nochmals deutlich heraus, dass der Aufbau, Ablauf und die Bewertung viele Teilnoten beinhaltet und Somit eine gute und hochgradig objektive Aussage über den Probanden zulässt. Dieses wurde auch in der weiteren Diskussion, insbesondere durch die angereisten mehrfachen Landesmeister im Vielseitigkeitssport, Andreas Brandt aus Mecklenburg-Vorpommern und Jennifer Krüger-Bergmann aus Brandenburg bestätigt. Sie betonten deutlich, dass diese Prüfung die aussagestärkste Leistungsprüfung für vielseitig veranlagte Pferde ist und einen hohen Selektionswert hat.

Über den Punkt Selektion berichtete die Trainingsleiterin Elke Kiewald ausführlich. Sie machte deutlich, dass entsprechend der individuellen Voraussetzung 3 Jährige bzw. 4 Jährige und ältere Pferde den Anforderungen der Prüfung gewachsen sind. Zu beachten ist der Entwicklungsstand, das Wachstum, finden des Gleichgewichtes und der Gesundheitszustand des  3 Jährigen und älteren Pferdes. Die Entscheidung liegt bei dem Ausbilder und Besitzer, das Pferd zu einem geeigneten  Zeitpunkt der Prüfung zu unterziehen.

So wurden über einen Zeitraum von 4 Monaten 18 Pferde sachkundig vorbereitet. Aus diesem Lot selektierten sich 12 Pferde zur Anmeldung. Weitere 5 kamen aus anderen Trainingsställen hinzu. Somit gingen 17 Pferde an den Start und 15 beendeten die Prüfung erfolgreich. Entsprechend der Richtlinien der Prämienvergabe bei Stuten erzielte als beste 3 Jährige Stute Highlight vom Solar aus einer Heops Mutter mit der Gesamtnote 8,11 , Besitzer Trakehnerhof Heidekrug, sowie die Beste 4 Jährige Stute Vinzentina Valbone vom Camaro aus einer Leonardo Mutter mit der Gesamtnote von 7,90, Besitzer Heike Dietzel, die Leistungsvorraussetzung zu Prämienvergabe. Der 3 Jährige  Wallach Aurelius Opera, ein Sohn des Peking Opera aus einer Ostermond Mutter wurde bester 3 Jähriger mit einer Gesamtnote von 7,99, sowie einer Maximalnote von 10 im Renngallopp für 3 Jährige.

Ein weiterer Diskussionsschwerpunkt beinhaltete die Reit- und Jagdpferdeinitiative mit Verkaufstag des Zuchtbezirkes. Der Initiator Klaus Marggraf vom Gestüt Terra Nova, war als einer der wenigen Züchter anwesend. Leidenschaftlich berichtete er von der Idee bis zur Durchführung. Ergänzt wurden seine Ausführungen mit den erzielten Ergebnissen. Es standen 16 Reitpferde zum Verkauf. Erfreulich ist, dass bis zum heutigen Tage 7 Pferde Ihre Besitzer wechselten. Dabei wurden Preise von 5.500 – 16.000 Euro erzielt.  Sehr positiv zahlte sich  dabei die Zusammenarbeit mit der Top-Eventers GmbH aus. Unter anderem wurde der Solarsohn Optimist verauktioniert und der o.g. Aurelius Opera nach Frankreich vermittelt.

Dieses ermuntert die Initiatoren zur Weiterführung in 2017. Dem Züchter wird somit eine weitere Vermarktung ermöglicht. Zumal die Remonten ausgebildet, geprüft und wenn gewünscht zum Verkauf angeboten werden.

Lobenswert wurde diese Initiative von dem anwesenden Gast vom Geschäftsführenden Vorstand Herrn Bunte hervorgehoben. Durch die Ausbildung und erfolgreiche Vermarktung sollten die Züchter mit Zuversicht Ihre Stuten belegen. Er betonte auch, dass der Fohlenmarkt nur gering anläuft, Sollte sich der Züchter darauf einstellen, seinen Rohdiamanten durch eine erfahrene Ausbildung zum Glänzen zu bringen. Unterstützung sagte er zu, in Form von Bewerbung der Initiative und Aufnahme von Verkaufspferden in die Verbandsliste. Dazu sind qualitative Fotos und Videos zu erstellen.

 

Die Neue HLP und deren ersten Ergebnisse waren ein weiterer Diskussionspunkt. Es kam zum Ausdruck, dass derzeit eine Menge Halbwissen und fachliche Inkompetenz in den Medien, wie Facebook zu finden sind. Die Teilnehmer erklärten einstimmig, dass laut Satzung des Trakehnerverbandes es nicht die Zielstellung ist Dressurpferde in dunkler Jacke zu züchten. Das vielseitig veranlagte Pferd ist kein Spezialist und sollte dementsprechend auch in der HLP fachgerecht gewürdigt werden. Hengste haben in unserer kleinen Population einen besonderen Stellenwert. Die geneologische Vielfalt ist entsprechend unseres Reinzuchtprinzipes besonders durch blutgeprägte Vererber erweiterbar. An dieser Stelle wurde auf die Prüfung des ZSAA hingewiesen. Besonders der Praktiker Andreas Brandt betont, dass Inhalt und Ablauf der Prüfung des ZSAA den blutgeprägten Pferden am nächsten entspricht. Nicht unerwähnt ist die Tatsache dass die Prüfung zu hundert Prozent der Abschlussprüfung des ehemaligen Hunderttagetests entspricht.

 

Wer für die Zukunft gerüstet sein will, darf die Vergangenheit nicht vergessen und muss die  Gegenwart fach-und  sachgerecht gestalten. Zum Abschluss der Veranstaltung wurden die Fohlen des Jahrganges 2016 – 2017, sowie die stationierten Hengste besichtigt. In gemütlicher Runde wurde am späten Nachmittag der Stammtisch beendet.

 

Dirk Kiewald                

 

Pegah war mit der Gesamtnote 8.7 Prüfungssiegerin der Leistungsprüfung "Projekt Nurmi" in Valluhn. Seit Bestehen dieser Leistungsprüfung mit Zuchtrichtung Vielseitigkeit wurde noch von keinem Pferd ein höheres Ergebnis in den Grundgangarten erzielt. Auch die vielseitigkeitsbezogene Endnote konnte Pegah mit 8.75 an erster Stelle  für sich entscheiden (Quelle: www.trakehner-nordheide.de)